Skip to main content

Ein Werkzeug das bisher nur die Profis kannten – der Rotationslaser – doch mittlerweile besitzt auch der ambitionierte Hobbyhandwerker oder Häuslebauer einen Rotationslaser, oft auch Kreuzlinienlaser oder Baulaser genannt, und das mit gutem Grund. Nivelliergeräte und Schlauchwagen gehören mit diesem Laser der Vergangenheit an. Denn ein Rotationslaser deckt sehr viele Einsatzbereiche ab, im Innenausbau oder bei Erdarbeiten, Sie können Ihn überall einsetzen wo es auf Präzision ankommt. Wir nennen Ihnen einige Beispiele, und was ein Rotationslaser überhaupt macht.

Was ist ein Rotationslaser?

Er ist ein Präzisionswerkzeug zur Vermessung, man kann Höhen, Tiefen und Fluchten ermitteln.

Wie funktioniert ein Rotationslaser?

Ein Rotationslaser arbeitet mit einem Laserlicht. Er projiziert Laserlinien mit einem Umlenkprisma auf eine Ebene. Vereinfacht gesagt dreht sich der Laserstrahlt und hinterlässt somit oder der Wand oder anderen Bauteilen einen sichtbaren roten oder grünen „Strich“.  Dieser kann horizontal, vertikal oder in einen beliebigen Winkel festgelegt werden. Im Innenraum sieht man den Laserstrahl sehr gut, außen wird es schon schwieriger, hier hat die grüne Farbe einen Vorteil dass Sie leichter zu sehen ist.

Einsatzbeispiel eines Rotationslasers:

Ein einfaches Beispiel aus dem Innenausbau. Es sollen in einem Raum die Steckdosen angezeichnet werden, Sie wollen also die Punkte markieren an denen mit dem Dosenbohrer die Löcher für die Unterputzdosen gebohrt werden sollen. Sie stellen in die Mitte des Raumes den Rotationslaser, im Idealfall auf ein Stativ, das sorgt für einen sicheren Stand.

Sie bringen den Laser auf die gewünschte Höhe und schalten Ihn ein, er „zeichnet“ jetzt 360 Grad um seine eigene Achse einen permanenten Laserstrahl an die Wand des kompletten Raumes. Sie brauchen lediglich die Höhe mit einem Stift übertragen. Alle Steckdosen haben so exakt die gleiche Höhe, ganz unabhängig davon wie uneben der Untergrund / Fußboden ist.

Das Hantieren mit Schlauchwaage oder einer langen Wasserwaage durch den kompletten Raum entfällt.

Dies ist nur ein praktisches Einsatzbeispiel von vielen weiteren.

Funktionsweise Rotationslaser

Funktionsweise eines Rotationslaser – 360 Grad Beispiel

Was bedeutet „Selbstnivellierend“?

Eine horizontale Ebene kann der Rotationslaser natürlich nur erstellen wenn er, bzw. die Lasereinheit exakt gerade steht. Und das erreicht man durch ein nivellieren. Die heutigen Laser sind alle selbstnivellierend, das heißt Sie stellen Ihn auf, drücken die Starttaste und er nivelliert sich in beiden Achsen selbst. Erst wenn das abgeschlossen ist beginnt er mit dem projizieren des Laserstrahls.
Moderne Baulaser haben ebenfalls eine Warneinrichtung, falls der Laser wackelt und er nicht mehr exakt nivelliert ist dann bleibt er stehen und gibt einen Warnton aus. Das verhindert dass Sie unbemerkt mit einer Abweichung arbeiten, denn das kann Zeit und Kostenaufwendig werden.

Ein Rotationslaser nur für Profihandwerker oder auch für den Hobbyhandwerker?

Eins vorweg, ein Rotationslaser gehört zu den teuren Werkzeugen. Aber wir haben auch eine gute Nachricht. Denn in den letzten Jahren sind Rotationslaser  von vielen Herstellern an den Markt gegangen die erschwinglich sind, jedenfalls wenn man ausreichend Einsatz für Ihn hat. Wer zum Beispiel ein Haus baut und viel selbst macht für den lohnt es sich auf jeden Fall einen eigenen Laser zu kaufen. Zum Beispiel von Bosch (und anderen) gibt es sehr gute Geräte um die 500 Euro, und das sind Laser die auch mit Empfänger geliefert werden, also nicht nur einfache Geräte für Innen. Profigeräte für Handwerker die täglich auf den Laser angewiesen sind, beginnen bei ca. 1000€.
Es gibt Laser von: DeWalt, Bosch, Hilti, Leica, Makita.

Unterschiede bei den Modellen

Zunächst müssen Sie sich entscheiden für welchen Einsatzzweck Sie einen Laser suchen. Suchen Sie lediglich einen Rotationslaser für den Innenbereich der Sie zum Beispiel beim Innenausbau unterstützt? Dann genügt ein Modell ab ca. 100 Euro. Auch hier hat Bosch interessante Modelle im Angebot. Diese Laser sind zum Beispiel für das obige Beispiel geeignet, aber auch für viele mehr, zum Beispiel für sämtliche Malerarbeiten oder auch besonders hilfreich beim Trockenbau.

Wenn Sie auch im Außenbereich oder über große Distanzen mit dem Laser arbeiten möchten oder müssen dann fangen die Preise bei 500 Euro an. Auf weite Entfernungen sieht man den Laserstrahl natürlich nicht mehr, aus diesem Grund gibt es einen Empfänger, dieser wird an einer Richtlatte oder Wasserwaage befestigt und empfängt das Signal des Rotationslasers auf eine Entfernung bis zu 500 Meter (abhängig vom Modell). Mit diesen Lasern können Sie wunderbar im Außenbereich, zum Beispiel bei Erdarbeiten arbeiten. Bei diesen Modellen liegt auch eine Fernbedienung bei mit derer Sie den Laser aus der Entfernung steuern können, so muss dieser nicht permanent durchlaufen.

Einen Rotationslaser gebraucht kaufen?

Aufgrund des hohen Preises liegt es nahe das man einen Blick auf den Gebrauchtmarkt wirft. Doch hier sollte man große Vorsicht walten lassen, denn wenn man nicht weiß wie mit dem Laser umgegangen wurde kann es auch ein teurer Reinfall werden. Denn Sie sehen dem gerät meist nicht an ob es häufig heruntergefallen ist, auch ein Wassereintritt ist nicht erkennbar. Eventuelle Reparaturen am Laser sind sehr teuer. Dazu kommt das Laser von Namenhaften Herstellern sehr wertstabil sind, die Preise für gebrauchte sind also noch relativ hoch so dass es meist sinnvoller ist ein neues, Semi-Professionelles Gerät zu kaufen.

Unabhängig durch Akku

Die meisten aktuellen Laser arbeiten mit einem kräftigen Akku, eine Akkuladung reicht meist für einige Arbeitstage und das umständliche Kabelziehen entfällt völlig.

Vor- und Nachteile von Rotationslasern:

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Auf kurze Distanzen kann weitgehend auf den Einsatz von Wasserwaage, Richtscheit und Schlauchwaage verzichtet werden.
  • Besonders auf weite Distanzen ist der Baulaser unverzichtbar geworden. Entfernungen bis zu 500 Metern sind möglich.
  • Die Genauigkeit ist ein weiterer großer Vorteil, es werden Messtoleranzen von 5 bis 10mm pro 100 Metern angegeben, das ist unschlagbar und mit dem menschlichen Auge nicht erkennbar.

Nachteile:

  • Ein Baulaser ist ein relativ teures Werkzeug, professionelle Geräte beginnen bei rund 500 Euro.
  • Das Gerät muss von Zeit zu Zeit zum Nachjustieren gebracht werden, das kann nur eine Fachwerkstatt und ist nichts was man selbst durchführen kann.
  • Rotationslaser sind anfällig gegen Erschütterungen, die kleinste Erschütterung genügt und verfälscht das Messergebnis, moderne Geräte haben daher eine Warnfunktion eingebaut. Sobald sich das Niveau seit der letzten Nivellierung verstellt beliebt der Laser stehen und es ertönt ein Warnsignal. Bei arbeiten im freien kann starker Wind zu einem Problem werden, im Altbau schwingende Decken. Es ist also wichtig das Sie immer auf einen richtigen Stand des Lasers achten, es empfiehlt sich stets der Einsatz eines Stativs.

Fazit: Ein Rotationslaser ist von heutigen Baustellen nicht mehr weg zu denken. Aufgrund der großen Erleichterung und der Präzision ist er auch bei immer mehr Hobbyhandwerkern zu finden. Wenn auch Sie einen eigenen Laser kaufen möchten dann schauen Sie sich unsere Produktempfehlungen an, wir haben für jeden Einsatz den richtigen Laser herausgesucht.